18. Januar 2010: Zentrum Obertor für Begegnung und Bildung Winterthur: Aktuelles zur Raumfahrt (insbesondere "Auf dem Weg zur Drei-Welten-Zivilisation"). Beginn 19:30 Uhr. Eintritt Fr. 25.-, Anmeldung war erforderlich: 052 213 88 88 zentrum@obertor.ch. Das exklusive Publikum an ganz besonders Weltrauminformierten war dem in den modern umgebauten mittelalterlich-kleinen Keller-Räumlichkeiten bestens angemessen, bildete aber vom Thema her einen ganz besonderen Kontrast. Die Zuhörer kamen in den Genuss eines selten umfassenden Vortrages, nicht ganz unüblich am Jahresanfang, wenn inhaltlich oft viel Neues dazu kommt. Mitsamt Diskussion dauerte der Anlass rund drei Stunden, wurde aber viel kürzer empfunden. Eine Erfahrung vieler Referenten: je kleiner das Publikum, desto höher das Niveau. Begabtenklassen in den Schulen sind ja auch immer etwas kleiner...
21. Januar 2010: Pestalozzischulhaus Rorschach an der Reitbahnstrasse, zum hundertjährigen Jubiläum meines Primarschul-Oberstufe-Schulhauses von 1953-1956, das über das ganze Jahr unter dem Titel "feuer und flamme" gefeiert und mit meinem Filmabend eröffnet wurde. Zeit: 1900 Uhr. Mit Anmeldung, war in der geräumigen Turnhalle dann tatsächlich ziemlich ausgebucht! Ein festlicher Filmabend für Jung und Alt aus diversen Kulturen - mehrfach an faszinierenden Stellen des Films von Applaus unterbrochen. Wer hätte das gedacht bei einer doch recht technischen Produktion über den Mond! Offenbar wirkt unser Erdbegleiter von allen Seiten her inspirierend, von wo aus auf der Erde man diese erste zweite Welt auch betrachtet...
Filmplakat siehe auch 12. November.
28. Januar 2010: Abendzirkel Littau LU. Ort: Gasthaus Ochsen, Bahnhofstrasse 2, Zeit: 2000 Uhr. Der Ochsen-Saal war voll wie nie und das Referat fand ganz offenbar grossen Anklang. Nostalgie vom Feinsten in dieser 1852 gegründeten Gesellschaft, bei der ich schon einmal vor 33 Jahren referiert habe und mehrere der damaligen Zuhörer zu allseitiger Freude wieder getroffen habe!

24. Februar 2010 Moon meets Mars - Spezialabend mit Gästen
19.00-22.00 h IMAX Filmtheater
Am Mittwoch, 24. Februar 2010 präsentierten das Verkehrshaus der Schweiz und das stattkino Luzern im IMAX Filmtheater den Dokumentarfilm «THE MARSDREAMERS», gefolgt von einer Gesprächsrunde mit dem berühmten Amerikanischen Mond-Astronauten Edgar D. Mitchell von Apollo 14, der wegen ihren astronautischen Ambitionen schweizweit bekannten Astrophysikerin Barbara Burtscher und dem Regisseur des Films, Richard Dindo, moderiert durch Bruno Stanek. Begrüssung und Vorstellung der Gäste durch Verkehrshausdirektor Daniel Suter um 19 Uhr. Filmstart 19.10 Uhr, einführende Moderation, dann Gesprächsrunde deutsch/englisch ab etwa 21 Uhr mit anschliessender Möglichkeit für Fragen aus dem Publikum. Die Veranstaltung dauerte bis gut 22 Uhr. Der Moderator "warnte" schon in seiner Einführung davor, dieser Spagat mit einem (UFO-gläubigen) Astronauten, einem Filmemacher der 68er-Generation und einer noch sehr jugendlichen Astronautin in spe könnte Interessantes, aber auch Widersprüchliches, zu Tage fördern. Mitchell war schon vier Jahre zuvor bei einer ähnlichen Podiumsdiskussion im IMAX-Filmtheater zu Gast und war Stanek auch schon von einem "Mystery Forum" (noch im seinerzeitigen Mystery Park in Interlaken) her bekannt. Mitchell hat sich in diesen viereinhalb Jahren noch mehr zu einem Verfechter der Idee vom Besuch Ausserirdischer auf der Erde entwickelt - und erstaunlicherweise gleichzeitig zu einem Pessimisten, der das Ende unserer Zivilisation in den nächsten 100 Jahren für durchaus wahrscheinlich hält. Als bald Achtzigjähriger verbindet ihn dies mit vielen Persönlichkeiten der letzten Jahrhunderte, die das Ende der Welt im hohen Alter auch unmittelbar hatten kommen sehen. Seine Argumente konnten allerdings viele Zuhörer im Saal nicht zu befriedigen, wie der Feedback des Publikums in den ersten 48 Stunden ergeben hat. Der Gedanke an einen (vielleicht einzigen) "UFO-gläubigen" Moonwalker verunsicherte erneut viele Besucher. Schlagworte wie "Klimaerwärmung" (mit dem heute Viele vorsichtiger umgehen als auch schon) oder "Exponentielles Wachstum" (davon sprach man eher vor 1972) gingen ihm etwas gar leicht über die Zunge. Bei der Podiumsdiskussion zwei Tage später allerdings berichtete Mitchell im Kreis von Claude Nicollier und Professor Geiss absolut "no-nonsense" über seine Mission zum Mond vor 39 Jahren. Dabei verriet er viele noch nicht weit herum bekannte Details zu seinen Mondspaziergängen, als er diese auf der Leinwand mit den Spuren auf den jüngsten Funkbildern des LRO-Mondsatelliten in Erinnerung gerufen sah. Die Frage, ob er dabei "UFO's" gesehen habe, beantwortete er ganz kurz und fast schroff mit einem klaren Nein. Diese starke Abhängigkeit seiner Aussagen vom Publikum bzw. der Art der Veranstaltung hatte man schon früher bei ihm beobachtet. Trotzdem gelang es, das Thema "Träumen von der technisch in den kommenden Jahrzehnten nicht nur unbemannt möglichen Besiedlung des Mars" im Zentrum zu behalten und auch Richard Dindo und Barbara Burtscher mit ihren Gedanken zum Thema am Gespräch zu beteiligen. Erfahrungen von Dr. Mitchell von seinem Apollo-14-Flug wurden eher weniger vermittelt als bei seinen früheren Besuchen. Immerhin konnte er nochmals zu seiner beim letzten Besuch nicht genauer begründeten Skepsis dem derzeit heftig diskutierten Constellation-Programm zur Wiederaufnahme von Mondflügen gegenüber befragt werden. Staunen darüber, dass ein Astronaut, der vor rund 40 Jahren selber einen solchen von insgesamt sechs Apollo-Flügen erfolgreich absolviert hat, eine Wiederholung mit heutiger Technologie für unwahrscheinlich hält! Die Besucher schätzten jedoch eine der letzten Gelegenheiten, einen echten Mond-Astronauten in der Schweiz live zu erleben, zumal einen, der die Zukunft des Menschen trotz allem Pessimismus letztlich doch "in den Sternen" sieht. Bei einer künftigen Veranstaltung dieser Art wünscht man sich vielleicht doch einen jüngeren Astronauten, der die grossen Träume - wie Barbara Burtscher - noch vor sich hat. Das IMAX-Filmtheater war bei einem Eintrittspreis von 25 Franken gut, aber nicht vollständig besetzt.
14. März 2010, 20:00 bis 22 Uhr MEZ. mindestens eine halbe Stunde länger als geplant, ein anstrengender Marathon! Ich war erneut internationaler Interview-Gast bei Dr. David Livingston und seiner "The Space Show". Wie schon erstmals am 1. Juli 2007. Seine mehrmals wöchentliche Sendung wird jeweils von 50'000 Internet-Gästen in aller Welt sowie von einigen Radiostationen in den USA live übernommen. In Amerikanischer Sprache.
http://www.thespaceshow.com/ Direkter Download des MP3-Files (ca. 55 MB) auf (bitte den Link in die URL-Zeile hinüberkopieren)
http://archived.thespaceshow.com/shows/1324-BWB-2010-03-14.mp3
26. März 2010: Abendfüllender Film "Flugjahre zum Mond" - die umfassendste Behandlung des Themas in musikalisch wunderschön hintermalter Form und mit dem neuesten Material von Projekt Apollo bis zum aktuellen Projekt Constellation. Von und mit Bruno Stanek im Café spécial Höfli in Bad Zurzach. Das Café, Seminarzentrum und Restaurant an der Quellenstrasse 1 in Bad Zurzach. Beginn der pikanten Einführungs-Moderation zum dreiteiligen Film aus aktueller USA-Sicht um 20.00 Uhr. Der bekannte Modellbauer Rudolf Mohr stellte zwecks besonderer Ambiance eine Reihe seiner historischen und künftigen Raumschiffmodelle aus - ihm sei einmal mehr für den grossen Einsatz gedankt. Herzliches Wiedersehen mit vielen weiteren persönlichen Bekannten. -- Die Früchtekuchen von h.loosli@hoefli-zurzach.ch sind ein Traum und werden mich bei Gelegenheit garantiert wieder ins Höfli locken!
Samstag, 4. September 2010: Himmlischer Abend im Hotel Hammer im Eigenthal LU. Mit Bruno Stanek, Remo Broggi, Bruno EnderLee und Simon Rohrer.
16 Uhr: Der Anlass begann für Interessierte schon bei Tageslicht mit einer fakultativen Besichtigung der benachbarten Privatsternwarte "Sagittarius" von Remo und Sandy Broggi, einem Highlight par excellence für Sterngucker. Der Besuch war mit Anmeldung möglich bei: astronomicon@astrofotografie.ch Ein Highlight für alle, die mit Remo Broggi über die Geheimnisse der Astrofotografie diskutieren wollten.
18 Uhr offizieller Beginn: Das vorangehende Abendessen im Speisesaal des Hotels wurde von den meisten Teilnehmern eingenommen und war eine kulinarische Köstlichkeit für sich. Wirklich auch bei Ausflügen empfehlenswert, der "Hammer": info@hotelrestaurant-hammer.ch oder 041 497 52 05. Anreise am besten via Luzern-Kriens-Obernau-Eigenthal. Einige Besucher des himmlischen Abends haben auch gleich im Hotel übernachtet. Besondere Dinner-Show auf einer Leinwand im Speisesaal: Remo Broggi zeigte seine eigenen Astro-Aufnahmen von Deep-Space-Objekten und seine wunderschönen Filme von Kometen, die in hoher Auflösung und im Zeitraffer über den Sternenhintergrund ziehen. Alles in seiner benachbarten Sternwarte aufgenommen! Eine gastronomisch-astronomische Einmaligkeit! Nach Beendigung des Abendessens spielte der Komponist der "ausserirdischen Melodien" von Staneks Filmen, Bruno EnderLee (Velvet Voyage Studio in Uznach SG), eine Live-Performance mit Synthesizern zum Thema Marslandschaften. Das Publikum lauschte gebannt und fasziniert. Dieses zum Träumen über Mars anregende Element wird sicher erneut einmal eine Veranstaltung von Bruno Stanek bereichern! Die Musikerin aus Brienz, die jeweils für die "irdischen Melodien" verantwortlich zeichnet, war bei diesem romantischen Anlass ebenfalls anwesend: Beatrix Luchs. Weiter ging es im Konzertsaal nach dem himmlischen Dessert und ersten Blicken der Anwesenden in eines der Teleskope, die von Simon Rohrer mit Sohn Christian und Tochter Jana aufgebaut worden waren. Es folgte die Filmvorführung von «Geheimnisse des Universums», dem 91-Minuten-Film von Bruno Stanek über die neuesten Erkenntnisse vom Aufbau des Universums, in drei Teilen und einmalig musikalisch vertont. In den Pausen ergab sich bei langsam aufklarendem Himmel endlich auch noch die Gelegenheit, dem Sterngucken zu frönen. Neben einigen stellaren Objekten bot sich Jupiter und sogar der selten gezeigte Planet Uranus zur Beobachtung an. Bruno EnderLee bot an diesem Abend für Interessenten einige CD's mit den Soundtracks von den Filmen an und Stanek hatte die letzten seiner DVD's und seine neuesten Bücher bei sich. Der Himmlische Abend ging erst gegen Mitternacht zu Ende - und dauerte für einige Hotelgäste noch weit darüber hinaus... Allen, die mit aufwendigen Vorbereitungen zum Gelingen und zur Ambiance dieses Abends beigetragen haben, sei ganz herzlich gedankt. Dazu gehört auch der bekannte Feuerwerker im Hotel, Herr Schuler, der völlig überraschend eines seiner professionellen Feuerwerke auf einer benachbarten Alp abbrannte. Selbst wenn sich der Sternenhimmel zum Schluss nicht doch noch gezeigt hätte - das Hotel Hammer hätte meinen Sternfreunden so oder so noch eine himmlische Erscheinung geboten!

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