Panik zum zweiten und zum.... (9.5.2007)

 

HOCH AKTUELLES zu meinem Sprichwort "Nur ein in Panik versetztes Volk akzeptiert auch sinnlose Massnahmen und lässt sich einigermassen bequem im Sinne der Politik regieren":
Leitartikel am 30.1.2007 in mehreren Schweizer Regionalzeitungen:
"500 Experten warnen vor Klimabombe" und auf Seite 3 fast ebenso fett "Grönland schmilzt - Eisbär stirbt aus". Und warum fühlt sich Knut im Berliner Frühling so wohl?
Zur Logik dieser Berufspaniker: Wenn dem so wäre, hätten nicht Eisbären in Zoos "viel zu warmer Länder" seit Jahrzehnten überlebt, und noch deutlicher: wenn der Eisbär nicht anpassungsfähiger wäre, dann hätte er in den Polargebieten erst recht nie überleben können. Dort ist er als Säugetier garantiert nicht seit Urzeiten heimisch gewesen, sondern hat wie die Eskimos und letztlich wir auch irgendwo in wärmerem Klima angefangen und ist erst später für die harten Bedingungen (positiv!) selektioniert worden!

Und der jüngste Wahnsinn: CO2-Ausstoss soll in einigen Jahren um 20% oder 30% gesenkt werden - hat man denn all die Sträucher, Bäume und Hecken gefragt, die jetzt mit 20-30% weniger ihres wichtigsten Lebensmittels auskommen sollen? Heilige biologische Unkenntnis! Jeder holländische Treibhausgärtner wüsste es besser! Und wenn dann all das waldgestorbene Grün bei der nächsten Panik wirklich stagniert, dann ist natürlich wieder Präsident Bush, sein Nachfolger oder die SVP ganz alleine schuld, nicht etwa Rot-Grün, also die Prognosenvollstrecker des Unterganges mit ihrer stur wirtschaftsfeindlichen Politik. Und dann fordern diese echten "Umweltschänder" und Gegner der saubersten Kraftwerke im nächsten Atemzug neue Arbneitsplätze - und bekommen zum Dank für den verordneten Wahnsinn in der Tagesschau erneut die doppelte bis dreifache Sendezeit im Gegensatz zur Vernunft!

Nicht zu fassen: ein Muothathaler Wetterfrosch, sogar einer, der den warmen Winter erraten hat und die ständige Südwestströmung immerhin richtigerweise als logische Ursache für den warmen Winter nennt, sagt aus statistischen Überlegungen heraus trotzdem "Der Mensch hat mit dem Klimawandel nichts zu tun". Erstmals bin ich mit ihm einverstanden. Ein der Lehrmeinung verpflichteter Meteorologe hält aber an "Heute ist es wissenschaftlich bewiesen, dass der Mensch zur Klimaerwärmung beiträgt" fest, obwohl er an Argumenten nur ein dürftiges "Allerdings kann man nicht quantifizieren, was und wieviel der Anteil des Menschen ist". Könnte es also auch etwas Negatives sein im Sinne von "Nuklearem Winter", mit dem man hausierte, bevor die "Globale Erwärmung" Mode wurde? Wieso schweigen diese Leute über den überdurchschnittlich kalten und schneereichen Winter 2007 in den USA, weil dort dieses Jahr das Wetterrädli umgekehrt drehte? Haben sie dafür nicht einmal eine fadenscheinige Begründung, mit der sie die Lehrmeinung aus ihrer üblichen Sorge um den Job verteidigen wollen? Auch der Rückgang von 26 auf 6 USA-Hurricans in einem einzigen Jahr war bei diesen Leuten nie ein Thema. Sie sprechen weiterhin von einer "ständigen Zunahme von grossen Stürmen und Naturkatastrophen", aber die gleichen Paniker meldeten in den Nachrichten stolz, der grösste Schweizer Rückversicherer habe seinen Gewinn 2006 gegenüber 2005 verdoppelt (DRS1, 1.3.2007, 09 Uhr), "weil es weltweit weniger Schäden und Naturkatastrophen gegeben habe". Eben, weil gleichzeitig die Zahl der jährlichen USA-Hurricans geschrumpft ist! Bei Bedarf sagen sie aber erneut genau das Gegenteil, um die Vorgaben der Panikindustrie zu erfüllen. Soviel Irrtum braucht der Mensch. Jetzt wissen Sie, warum ich ein Buch mit sehr ähnlichem Titel geschrieben und zu einem Bestseller gemacht habe.

Die Panikmacherei hat eine lange Geschichte:

1987: Wegen anhaltenden Regenfällen muss das Waldsterben auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

2006: Wegen rekordverdächtigen Schneefällen muss der Gletscherschwund ein paar Jahre ausgesetzt werden. Würde man der veröffentlichten Meinung glauben, könnte man die Street Parade bald im Januar oder Februar in Zermatt statt Zürich abhalten, damit keine Raver mehr einen Hitzschlag erleiden. 2006 konnte man froh sein, dass sie im August ohne Winterkleider auftreten konnten!

Besonders beunruhigend: Der kalte Winter 2005/2006 fand nicht nur in der Schweiz, sondern rund um den Globus mit wenigen Ausnahmen statt. In den Alpen lag der Schnee noch Monate lang doppelt so tief wie sonst im Frühling. Die Globale Erwärmung fand dieses Jahr nicht statt. Und jemand hat 2000 Jahre nach Archimedes offenbar wiederentdeckt, dass das schwimmende Eis rund um die Antarktis beim Abschmelzen den Meeresspiegel überhaupt nicht erhöht, weil es schon in gefrorenem Zustand exakt gleich viel Wasser verdrängt hat... Und noch schlimmer: Feuchte Luft friert im Dauerfrost der Antarktis während warmen Jahren aus (wie an den Marspolen) und vergrössert das dortige Eisvolumen! Das grössere Gewicht kann das Abrutschen ebenso bewirken wie Abschmelzung. Verschmutzung des Eises absorbiert zwar mehr Sonnenwärme und ist schlecht für die Gletscher, aber schon ein Winter mit bleibender Schneeschicht löst das Problem wieder. Mit anderen Worten: die Problematik ist äusserst komplex, und vor kontraproduktiver Panik sind nicht nur immer weitere punktuelle Messungen und selektive Publikation der Beunruhigungen nötig, sondern ein umfassendes Verständnis. Verstehen Sie jetzt, weshalb man die Fachleute bei der NASA mit Zugang zu den Originaldaten mundtot machen will und die demokratische Mehrheit der Unkundigen dies der Weltöffentlichkeit fatalerweise genau umgekehrt servieren kann, ohne dass es jemand merken will?

Seit die Verantwortlichen für die Stromversorgung der ach so sparsamen Schweizer mit deren de facto immer grösseren Strombedarf nicht mehr fragen "ob Kernkraftwerke", sondern "wieviele", explodieren Zeitungskommentare und Leserzuschriften jüngstens wieder gegen ein ins Auge gefasstes neues KKW in Inwil LU, was schon früher als günstiger Standort erkannt worden ist. Dabei fiel eine Umfrage bei den Nutzern des Innerschweizer Internet-Portals www.zisch.ch mit 72% gegen 28% überwältigend zu Gunsten des KKW aus! Die Prozentwerte sind sogar zu Gunsten der Unkundigen gerundet! Die Unkundigen sind da umgekehrt nicht so fair: für sie liefern die Schweizer KKW's "nur" 38% des gesamten Stroms, natürlich absichtlich nicht mitgezählt der ständig wachsende Anteil an Importstrom, der auch zunehmend in Kernkraftwerken generiert wird! Und natürlich bezogen auf ein gutes Jahr für die Wasserkraftwerke und zugleich eines mit längeren Serviceintervallen bei unseren KKW's!

Im schwedischen Kernkraftwerk Forsmark I gab es den bekannten Zwischenfall, den die internationale Energieaufsichtsbehörde IAEA auf der 7stufigen Störfallskala als Stufe 2 eingesetzt hat. Es ist geradezu boshaft, wenn das Ereignis in die Nähe des Tschernobyl-Unfalles (Stufe 7) bringt, um aus dem Zwischenfall von Forsmark unredlich Kapital zu schlagen. Was in Schweden passiert ist, war, höchstens ein Medien-Gau! Nie bestand in Forsmark die Gefahr einer Kernschmelzung; die Sicherheitsanlagen in Schweden haben funktioniert! Man wunderte sich in Schweden viel mehr darüber, wie verkehrt das Ereignis bei uns ausgeschlachtet und seither erst von wenigen Kundigen und Verantwortlichen klargestellt wurde!

Zur Erinnerung: Das Schweizer Volk hat trotz dem Anti-KKW-Lügensperrfeuer schon mehrmals den Ausstieg abgelehnt und sich klar zur Option Kernenergie bekannt, also zum einzigartigen Schweizer Strom-Mix mit eigenständiger Versorgung mittels Wasserkraft und Kernenergie. Nuklearanteil z.Z. rund 40%. Der Anteil der Alternativenergien ist übrigens einiges kleiner als der jährliche Zuwachs des Stromverbrauchs in der Schweiz!! CO2-Kraftwerke mit Öl, Gas oder Kohle? Forget it!

Eine Frage zum Schluss: woran sind die Vögel bei den Vogelsterben an der Nordsee in den letzten Wintern wohl gestorben? Damals hiess es jeweils: Vermutlich an einer Viruserkrankung, denn "ein direkter Zusammenhang mit Umweltgiften konnte noch nicht nachgewiesen werden". Zugegeben: so intensiv hat man noch nie nach toten Vögeln und Viren gesucht, dass diese in harten Wintern gar nicht neue Viruserkrankung auffallen musste.

Nur eine in Panik versetzte Bevölkerung akzeptiert auch sinnlose Massnahmen und lässt sich einigermassen «problemlos» regieren.
Aus dem Buch "Wieviel Irrtum braucht der Mensch"

Zum Schluss ein verwandtes Thema: Ethanol (Alkohol) als Benzin-Ersatztreibstoff oder mindestens -Zusatz. Erinnern Sie sich an die Vorschusslorbeeren, als Brasilien mit seinen Überschüssen an Zuckerrohr und Mais voranging und die Fermentation mittels Bakterien in grossindustriellen Reaktoren vorantrieb? Alkohol kann man zu 10-12% dem Benzin beimischen, es also "strecken", ohne dass der Motor nicht mehr läuft. Der Energiegehalt sinkt zwar ganz leicht gegenüber reinem Benzin einer bestimmten Kategorie. Sobald der Ethanolgehalt aber steigt, sind spezielle bauliche Massnahmen am Motor nötig, damit er nicht Schaden nimmt.
Von dem Moment an allerdings, wo die USA beschlossen, Gleiches zu tun und ihren Farmern die Chance zu geben, mit einem neuen Produkt etwas zu verdienen, da liessen die Internationale der Wissenschaftsredaktionen und im Schlepptau davon die Nachrichtenagenturen keinen guten Faden mehr am Ethanol. Mit der Reise des US-Präsidenten nach Südamerika am 9. März 2007 war praktisch von einem Tag auf den anderen nichts mehr gut am Bio-Treibstoff. Er fördere landwirtschaftliche Monokulturen und lasse die armen Bauern "verhungern", weil sie für ihren täglichen Mais plötzlich "ein Vielfaches" bezahlen müssten, weil die bösen Amerikaner ihr Nahrungsmittel in ihren Autos verheizen würden! Eben hatte man den allesamt untergewichtigen brasilianischen Bauern noch helfen wollen, für ihre Überschüsse einen neuen Markt zu eröffnen...
Ob so viel tagesaktueller Desinformation helfen nur noch nüchterne Fakten, und die lassen den eben noch aus ganz anderen Gründen hochgelobten Biotreibstoff tatsächlich gar nicht mehr so grün erscheinen. Die Herstellung braucht nämlich verdächtig viel fossile Brennstoffe, die CO2-Reduktion am Auspuff schwankt je nach Berechnungsart irgendwo um Null, der Preis des Ethanol ist nur dank Subventionen tiefer als Benzin und eine totale Substitution der Treibstoffversorgung wäre nicht einmal möglich, wenn alle Landwirtschaftsflächen auf den Biotreibstoff-Anbau umfunktioniert würden! Ausserdem wäre die Energiebilanz nur dann etwas besser, wenn man die ganze Biomasse (nicht nur die essbaren Körner des Mais) fermentieren könnte, also auch Stengel und Blätter, aber das bräuchte andere Bakterien und noch einige Forschung. Beim Zuckerrohr hat man da mehr Ausbeute, aber das wächst nur in ganz heissen Ländern. Fazit: die ganze Biotreibstoffdebatte hilft nur den kalten Kriegern gegen Amerika und einigen subventionierten Bauern in Amerika, es entlastet vielleicht sogar die Umweltverschmutzer in China für ein Weilchen, aber es eignet sich nicht zur gründlichen Lösung künftiger Benzinknappheiten. Da würde sogar das Pflanzen von Bäumen und Hecken (sehr aktive Förderung von CO2-Abbau!) mehr nützen, sowie der Ausbau der Kernenergie und der Übergang auf Elektroautos besser abschneiden. Dies wird man in einigen Jahrzehnten ohnehin auf die schmerzliche Art feststellen.

"Lieber nuklearen Abfall in der Kaverne als fossilen in meiner Lunge" - Michael Kohn, langjähriger Sachverständiger in Schweizer Energie-Belangen.

"Nach dem Waldsterben hängt jetzt auch die Klimapanik an der Herz-Lungen-Maschine - nur haben es die langsamsten Redaktionen und Politiker noch nicht gemerkt"

Verfolgen Sie einmal die Wetterberichte aus anderen Gegenden der Erde: der warme Winter fand nur in Europa statt! Während sonst jede "Katastrophe" aus den USA in den Schweizer Medien breitgewalzt wird: vom kalten Winter 2006/7 haben Sie nichts gehört, weil es nicht zur Klimapanik passt. Genau so wenig wie die rasch wachsenden Gletscher in Neuseeland, welche den Panikern auch nicht ins Konzept passen. Viel zu wenige Leute überlegen sich auch in der Schweiz, dass das Land am allermeisten CO2 gespart hat dank dem ausnahmsweise warmen Winter: substantiell weniger Heizleistung wurde verbraucht gegenüber einem kalten Winter!!! Die Alibiübungen der Linkspolitiker bringen dagegen "Einsparungen" im undefinierbaren plus-minus-Nullbereich. Im Ernst: Wieviel Irrtum braucht der Mensch?

 

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