Zur beschleunigten Agonie der Mondzweifler - Moon hoaxers, get immunized here

 

Der "Moon Hoax" ist eine Orgie für Verballogiker - mehr nicht. Wissenschaftlich denkenden Logikern fehlt die Meisterschaft zum Selbstbetrug.

Hier das Stichwort "Zweifel an den Mondlandungen" aus dem inzwischen vergriffenen Raumfahrtlexikon auf DVD, letzte Auflage 2004, jetzt ein Text für die Public Domain:

War der Mensch wirklich auf dem Mond?

Diese Frage stellt sich natürlich weder den Hunderttausenden, welche in aller Welt am Apollo-Mondprogramm mitgearbeitet haben, noch russischen oder anderen Weltraumspezialisten oder irgendwelchen normalen Menschen. Trotzdem hat die leichtere Verbreitung von Falschmeldungen infolge der wachsenden Zahl verantwortungsloser Fernsehsender oder das jeglicher Kontrolle entzogene Internet in den letzten Jahren dazu geführt, dass sensationell aufgemachte Berichte einen Teil der geistig unselbständigeren Bevölkerung verunsichert haben. Vor allem technisch unkundige Zeitgenossen, welche im übrigen durchaus wichtige Positionen in unserer Zivilisation innehaben können, wandten sich in erstaunlicher Zahl an ihnen bekannte Fachleute, um Sinn oder Unsinn dieser ungeheuerlichen Behauptung abgeklärt zu bekommen. Der Schwachsinn dieser mehr oder weniger ehrlichen “Mond-Zweifler” wurde auch von vielen Spezialisten bei der NASA zunächst überhaupt nicht ernst genommen, was dem Aberglauben erst recht Tür und Tor geöffnet hat. Auch der Autor wurde seit dem Sommer 2001 mit der Bitte um Klarstellungen überschwemmt, so dass er, wie genau so besorgte Bürger in den USA, eine möglichst vollständige Sammlung von Gegenargumenten zusammengestellt hat. Diese sollte ihre Wirkung nicht verfehlen, jeden Leser, der rationaler Denkweise überhaupt noch fähig ist, von der Realität der sechs Mondlandungen zwischen 1969 und 1972 zu überzeugen. Das Material möge auch anderen Personen dienen, welche von Zweiflern mit der leidigen Frage oder den damit verbundenen Pseudoargumenten konfrontiert und meist belästigt werden. Hier eine Fassung, wie sie auch schon publiziert worden ist und daher vom Stil her von einem “normalen” Stichwort abweichen mag:

Zweifler auf der Flucht vor der Wirklichkeit

Dem US-Boulevard-TV-Senders Fox, aber auch Cassian von Salomon von Spiegel TV, haben wir es zu verdanken, dass eine der ärgerlichsten Fernsehsendungen nun mit der üblichen Verspätung zur besten Sauregurkenzeit auch noch Europa und die Schweiz heimgesucht hat. Es geht um nicht weniger als die leider in Faktenform servierte “Möglichkeit”, die sechs US-Mondlandungen von 1969 bis 1972 hätten nie stattgefunden, oder zumindest nur in einem Studio in Hollywood bzw. einer Wüste in Arizona! Zu einer Zeit, wo keine drei Eidgenossen mehr ein Geheimnis für sich behalten könnten, soll also die Verschwörung von Zehntausenden von NASA-Angestellten und Hunderttausenden von Industrie-Zulieferern ein Dritteljahrhundert dichtgehalten haben – frustrierte Akademiker an Hunderten von Hochschulinstituten eingerechnet! Wer mag das glauben? Zwanzig Prozent der Bevölkerung, sollen Statistiker festgestellt haben! Das war nun wirklich zu “erwarten”, denn z.B. 20 Prozent der Chauffeure fahren schliesslich auch 80 Prozent der Wagenparks kaputt oder 20 Prozent der Bevölkerung hält die Polizei 80% der Zeit im Trab... Sollen wir es also beim Recht auf freie Meinungsäusserung belassen und den enzyklopädischen Unrat des modernen Infotainment einfach mit allem übrigen entsorgen? Nein, sagen einige Fachleute, inzwischen sogar bei der NASA. Die Idiotie ist offenbar dank der Kaufkraft von Geld und Internet bereits für Jedermann demokratisch verteilt und hinterlässt ihre Schäden längst bis in höchste Gremien. Dieser Erkenntnis kann ich im vierten Jahrzehnt der Weltraumberichterstattung und unvermeidbaren Begegnungen mit Astropsychiatrie aller Gattung nur beipflichten. So fällt es einem etwas leichter, sich aufzuraffen und die Scheinargumente der Gläubigen einzeln zu zerpflücken, zumal dieser einmaligen Übung für Schreiber und Leser sogar ein gewisser Unterhaltungswert zukommt.

Behauptung 1: Präsident Nixon habe die ganze Verschwörung um die Mondlandungen auf dem Gewissen, weil er von anderen Problemen ablenken wollte!

Schwachsinn! Das Apollo-Mondprogramm wurde vom Vor-Vor-Vorgänger John F. Kennedy aus der Taufe gehoben, und die ersten zehn Mondumrundungen von Amerikanern fanden schon statt, bevor Nixon überhaupt im Amt vereidigt war! Ausgerechnet in den USA wäre es unmöglich gewesen, ein derart gewaltiges Unternehmen so zu inszenieren, dass eine ganze Armada von sensationsgierigen Journalisten und direkt beteiligten Fachleuten hinters Licht geführt worden wäre. Die Russen hätten jede ihrer Kontrollmöglichkeiten benützt, um dem Westen diese Trumpfkarte aus den Händen zu schlagen! Abgesehen davon, dass beglaubigte Dokumente zum Mond und zurück transportiert worden sind, um selbst formaljurisische Zweifel zum vorneherein auszuschliessen, gibt es unzählige Beobachtungen von Aussenstehenden, welche das Raumschiff starten, um die Erde ziehen und im Teleskop exakt zum himmelsmechanisch korrekten Zeitpunkt Richtung Mond fliegen gesehen haben. Meine Schweizer Fernsehzuschauer habe ich damals über die gelungenen Beobachtungen der Apollokapsel auf langbelichteten Astro-Aufnahmen von gut ausgerüsteten Amateuren informiert.

Behauptung 2: Fachleute, die früher bei NASA gearbeitet haben, seien heute bereit, mit pikanten Details auszupacken.

Schwachsinn! Keiner der vermeintlichen “Fachleute”, welche von den Mondlandezweiflern heute präsentiert werden, hat jemals irgendeine wichtige und dokumentierte Funktion im Weltraumprogramm innegehabt. Entweder sind es Wichtigtuer oder Frustrierte, welche die grösste Einzelleistung der technischen Zivilisation wenigstens herabmindern wollen, wenn es ihnen schon versagt war, selber etwas beizutragen. Nur das Recht auf freie Meinungsäusserung und gelegentlich wohl das Arztgeheimnis schützt sie davor, den Preis für ihre Falschaussagen zahlen zu müssen. Umgekehrt habe ich beim dreissigjährigen Jubiläum der ersten Mondlandung im Kennedy-Raumflugzentrum den Stolz derjenigen live miterlebt, welche seinerzeit entscheidend zu dieser gewaltigen Leistung beigetragen hatten. Mehr als zwanzig Autobusse brachten damals etwa 900 Veteranen des Apolloprogrammes zu einem grossen Festbankett, und ich benützte die Gelegenheit, vor dem Eingang jedem dieser zu Recht stolzen Pioniere ins Gesicht zu sehen. Das waren Persönlichkeiten, welche die Welt verändert hatten, sicher keine Schwindler wie jene, welche haltlose Behauptungen in die Welt setzen.

Behauptung 3: Die Filme und Fernsehaufnahmen seien allesamt in Studios gefälscht worden!

Schwachsinn! Selbst heute bringen es die Filmemacher noch nicht fertig, einen echten und auch nur für Laien halbwegs glaubwürdigen Science-Fiction-Film zu drehen; im Jahre 1969 wäre es sicher ungleich viel schwieriger gewesen, damit sogar ausnahmslos die kritischeren Fachleute hinters Licht zu führen!

Behauptung 4: Die Schatten auf den Mondaufnahmen zeigen angeblich in verschiedene Richtungen, weil mehrere Lampen das Studio ausleuchteten, und helle Astronauten im Schatten des Mondlandegerätes sollen beweisen, dass nicht nur das Licht der Sonne die Szene beleuchtet hat.

Schwachsinn! Jeder Fotograf weiss, dass Streulicht auch auf der Erde jedes Objekt mehr oder weniger von allen Seiten ausleuchtet. Selbst vom finstersten Mondschatten hinter dem Landegerät aus waren helle Gegenstände sichtbar, und folglich reichten die Lichtstrahlen von dort auch umgekehrt in den Schatten hinein! Der Mondboden ist zwar schwarz wie Kohle, aber im gleissenden Sonnenlicht genügte die schwache Reflexion, um die schneeweiss gekleideten Astronauten sogar im Schatten sichtbar zu machen. Wer die Mondaufnahmen genau ansieht, findet harte Schlagschatten immer parallel von der Sonne weg, ausser dort, wo scheinbare Ausnahmen durch die Unebenheiten von Kraterböden oder die Verzerrung durch eine Weitwinkeloptik erklärt werden.

Behauptung 5: Die US-Flagge habe im Wind geflattert, obwohl es auf dem Mond gar keine Atmosphäre gibt!

Schwachsinn! Mindestens eine halbe Milliarde Fernsehzuschauer hatte mit eigenen Augen gesehen, dass die absichtlich aus Nylongeflecht so geformte Flagge zwar wie auf der Erde wirkte, aber jeweils zu wackeln aufhörte, sobald sie vom Astronauten nicht mehr bewegt wurde. In Fernsehsendungen waren sich Kommentatoren und Zuschauer damals noch über solche Gegebenheiten im klaren. Dreissig Jahre Niedergang des gesunden Menschenverstandes mussten die böswilligen Verdreher abwarten, bis sie nicht augenblicklich der Lächerlichkeit preisgegeben mit all dem Unsinn aufwarten konnten.

Behauptung 6: Die NASA hatte angeblich überhaupt nie stichhaltige Beweise, mit denen sie die Existenz von Mondlandungen hätte belegen können!

Doch! Die an den Landeplätzen aufgestellten Laser-Reflektoren haben es über viele Jahre ermöglicht, die Laufzeit von Laserstrahlen präzise auszumessen, weil die Kristalle so geschliffen waren, dass sie das Licht exakt an den Herkunftsort zurücklenkten. Dort, wo kein Reflektor steht, gelangt nicht das geringste messbare Laser-Echo vom dunklen Mondboden zurück zur Erde. Damit liessen sich sogar die bekanntgegebenen Landekoordinaten überprüfen! Ausserdem enthalten die zurückgebrachten 381 kg Mondgestein das äusserst seltene Helium-Isotop He3 in so beträchtlichen Mengen, dass jegliche irdische Herkunft ausgeschlossen werden kann, und ähnliches gilt noch für weitere Isotopenverhältnisse in der Mondmaterie, wie z.B. das äusserst seltene Beryllium 10.

Behauptung 7: Die Fotos von der Umgebung des Landeplatzes zeigten angeblich keinerlei Spuren des Landetriebwerkes oder von weggefegtem Mondstaub!

Schwachsinn! Schon drei Jahre vor Apollo 11 wussten Russen und Amerikaner von ihren unbemannten Sonden her, dass die Staubschicht relativ dünn und der Boden tragfähig ist. Auf den 16mm-Bordfilmen von den Landungen sieht man übrigens im erwarteten Rahmen durchaus etwas Staub, wie er vom Zentrum des Düsenstrahles aus radial nach aussen gefegt wird. Die Astronauten hatten genau diesen Staub jeweils als definitive Bestätigung dafür betrachtet, dass sie den Boden nun unmittelbar erreicht hatten, und dies der Bodenstation mit der Formulierung “picking up some dust” mündlich durchgegeben. Das Landetriebwerk musste auf dem Mond ausserdem nur einen Sechstel des Schubes im Vergleich zur Erde liefern, und das Raumschiff war mit fast leeren Tanks bis zum Aufsetzen schon so leicht geworden, so dass der Raketenstrahl ungleich viel schwächer eingestellt werden konnte als bei einer vollbetankten Rakete, welche z.B. von der Erde aufsteigen muss. Ausserdem stellten Stabsensoren, die 1.5 m von den vier Landefüssen aus herunterhingen, das Triebwerk schon weit vor der harten Bodenberührung ab. Darüber waren vor allem die Mondgeologen froh, welche trotz dieser geringen Einwirkungen von den Astronauten immer genau wissen wollten, wo und wie weit vom Landeplatz sie “saubere” Steine eingesammelt hatten!

Behauptung 8: Bei den Livesendungen vom Wiederaufstieg der letzten drei Missionen konnte man nie einen Düsenstrahl sehen, was beweise, dass die Oberstufen von Seilen im Studio hochgezogen worden seien.

Schwachsinn! Das Triebwerk mit dem auf dem Mond verhältnismässig schwach benötigten Schub verbrannte Stickstofftetroxid und Hydrazin, also den gleichen Treibstoff wie die Titan-2-Raketen der Geminiflüge. Seinerzeit in den Sechzigerjahren hatten sich unkundige Beobachter schon gewundert, wie die damalige Grossrakete Titan z.B. im Vergleich zur Atlas-Rakete scheinbar ohne Feuer und Rauch aufsteigen konnte! Auf dem Mond im Vakuum brauchte also bei den nur anderthalb Tonnen Schub des Aufstiegsmotors nicht mehr viel an Gas und Flamme zu sehen sein, wenn die 200 Tonnen einer Titan auf der Erde schon so unscheinbar blieben! Trotz der limitierten Qualität der TV-Kamera auf dem Mond war immer noch die von Sprengbolzen getrennten Raumschiffteile, die sekundengleich wegfegenden Trümmer und Staubreste vom Boden zu sehen, während der LEM-Oberteil bis ausserhalb des Sichthorizontes der Kamera weg beschleunigte. Es wäre selbst für heutige “Virtual Reality-Programmierer” praktisch unmöglich, solche Fernsehaufnahmen für Fachleute “erfolgreich” zu fälschen, von den Möglichkeiten der Trickfilmer vor dem Jahre 1972 ganz zu schweigen.

Behauptung 9: Ein Mondlandegerät sei naturgemäss instabil und könne überhaupt nicht aufrecht bleiben. Der Unfall mit dem Simulator auf der Erde, den Neil Armstrong wenige Wochen vor seinem Start noch glücklich überlebte, sei der beste Beweis dafür.

Schwachsinn! Die Sonden Luna und Surveyor waren schon Jahre vor dem Apollo-Programm automatisch auf dem Mond abgesetzt worden – sogar unbemannt. Der Simulator für das LEM auf der Erde musste dagegen mühsam so gebaut werden, dass er 5/6 des Gewichtes mit einem tatsächlich instabilen “Tieflader-Helikoptermotor” kompensierte, um den restlichen Sechstel mit dem echten Triebwerk und seiner Steuerelektronik auch innerhalb der Atmosphäre einigermassen realistisch testen zu können. Sobald das Gerät nur ein wenig kippte, war es mit der realistischen Simulation zu Ende und der Rotor beschleunigte das “fliegende Bettgestell” schnell in schräger Richtung davon, weil Schub und Gewicht natürlich nur in vertikaler Lage im Gleichgewicht zu halten war. Armstrong musste denn auch einmal in allerletzter Sekunde den Schleudersitz betätigen. Nach der ersten auf dem Mond geglückten Landung war man bei der NASA bald beruhigt, dass das Astronautentraining grundsätzlich auf den richtigen Weg gewesen war und man fortan auf den gefährlichen Simulator verzichten konnte.

Behauptung 10: Die Erde ist zwischen 8000 und 18000 km Höhe vom Van-Allenschen Strahlungsgürtel umgeben, und diesen hätten die Astronauten überhaupt nicht durchqueren können, ohne an den Strahlenschäden zu sterben!

Haushoch übertrieben! Die Strahlung ist in jenem Bereich zwar stärker als in anderen Höhen, aber sie fängt auch in niedrigen Satellitenbahnen oberhalb der Atmosphäre schon an, wo sich russische Kosmonauten längst kumuliert bis zwei Jahre lang aufgehalten haben. Der Van-Allen-Gürtel wird aber mit der grossen Startgeschwindigkeit in Erdnähe in knapp einer halben Stunde passiert. Dabei nehmen die Astronauten eine viel kleinere Dosis auf als jeder Daueraufenthalter in einer Raumstation, jeder langjährige Flugkapitän im Cockpit oder jeder wochenlange Gast in einem Höhenkurort.

Behauptung 11: Auf den Mondfotos sieht man trotz schwarzem Himmel keine Sterne!

Natürlich nicht! Unser Auge und jeder Fotoapparat stellt seine “Belichtungszeit” auf den Mittelwert der im Blickfeld sichtbaren Helligkeiten von Objekten ein und blendet daher auch auf dem Mond (oder am Fenster einer Raumstation) bei Tag sofort ab. Im Erdschatten oder innerhalb der Mondnacht (diese erlebten die Mondbesucher nur jeweils einen knapp halben Orbit lang!) sieht man die Sterne jedoch wunderschön, wie uns Astronauten wiederholt berichtet haben. Dies, obwohl die Adaptationszeit des Auges auf Dunkelheit von jeweils höchstens 45 Minuten kaum für eine perfekte Nachtsicht ausreicht, vor allem, wenn im Raumschiff nicht alle Lichter gelöscht werden. Ausserdem: hält jemand die Fachleute der NASA wirklich für so unkundig, dass sie den Sternenhimmel nicht an die Studiodecke gemalt hätten, wenn diese (gemäss den unfehlbaren Zweiflern...) hätten sichtbar sein sollen?

Fazit: ist es angesichts der erdrückenden Faktenlage nicht umgekehrt eigenartig, wie die Wirklichkeit immer noch zu leugnen oder zu ignorieren versucht wird? Mehr noch: wo waren all die Zweifler, als das in der Tat mehr als nur widersprüchliche russische Raumflugprogramm in den Medien der Welt seine nie so genau hinterfragten Triumphe bis etwa Mitte der 1960er Jahre feierte? Warum wird auch keines der Raumfahrt-Vorbereitungsprogramme (Mercury oder Gemini) in Frage gestellt, sondern immer nur das eindrucksvollste von allen, das Apollo-Mondflugprogramm? Offenbar ist das berühmte 80:20-Gesetz auch hier symmetrisch: es mögen zwar 80% der Bevölkerung auf die üblichen 20% an Falschmeldungen hereinfallen, aber die Wahrheit liegt doch wohl kaum bei den restlichen 20% der Schwächsten, welche 80% der Wirklichkeit nicht mehr sehen können!

Pikant auch das: zur Zeit der Mondlandungen war von politisch Verblüfften und anderen Neidern oft der Vorwurf zu hören, die amerikanischen Mondlandungen würden überhaupt keinen finanziellen Nutzen bringen. Seit nun 30 Jahre nach der Apollo-Aera Projekte diskutiert werden, die Bodenschätze des Mondes zu nutzen und dort oben eine permanente Basis zu errichten, wirft die gleiche Internationale der Verhinderer den Initianten “reine Profitsucht” vor. Angesichts solcher Inkonsequenz müsste die Absicht der Kritiker um der Kritik willen wirklich jedem auffallen, der entweder der Logik, der Fairness, oder beidem verpflichtet ist.

Die stärksten Argumente gegen ihre eigene Seriosität liefern die Zweifler weiterhin selber: der letzte Schrei unter ihnen war einmal die Behauptung, sowohl die NASA als auch die Sowjets hätten schon um 1962 den Mars besucht, und zwar bemannt. Beide Nationen würden es jedoch nicht zugeben! Man stelle sich vor: nur vier Jahre nach der Gründung der NASA und ein Jahr nach der Ankündigung des viel “problemloseren” Mondprogrammes durch John F. Kennedy sowie drei Jahre vor dem ersten erfolgreichen Vorbeiflug an Mars durch eine unbemannte Sonde... Derart aus der Luft gegriffene Behauptungen sollten doch sogar einem Teil der Zweifler selber verständlich machen, dass es ihnen gar nicht um die Wahrheit geht, sondern darum, sich um jeden Preis in Opposition zur Realität zu setzen. Ob aus Frustration oder aus Geldgier ändert nichts an der Tatsache, dass sich beide selber ad absurdum führen und vor der Geschichte ewiger Lächerlichkeit preisgeben.

Die NASA verzichtete im Herbst 2002 nach reiflicher Überlegung doch darauf, eine Publikation zum Beweis der Realität ihrer Mondlandungen zu unterstützen. Hierzu hatte man dem Raumfahrt-Analysten und Schriftsteller James Oberg bereits eine Anzahlung von 5000 Dollar an ein geplantes Honorar von 15'000 Dollar geleistet. Kurz nach der Veröffentlichung dieses Projektes zeigte sich aber, dass sich die Presse bald mit mehr Desinformation als Informationen zurück zur Wirklichkeit füllte. So sah man keinen Nutzen mehr in weiterer Aufklärung. Der NASA nahe stehende Beobachter argumentierten, dass der typischer Zweifler seriöse Argumente ohnehin weder verstehen noch akzeptieren würde. Oberg wollte nun aber das begonnene Buch dennoch fertig stellen und auf den Markt bringen. Er sieht eine grosse Bedeutung darin, der Kakophonie der Zweifler endlich einmal ein umfassendes Werk gegenüber zu stellen und dabei recht deutlich zu werden. So deutlich, dass die NASA bei Unbelehrbaren nur neue Kontroversen befürchtete und wieder zur Politik zurück kehrte, unterhalb einem bestimmten Niveau nicht mehr weiter zu diskutieren.

Heiterer Schlusspunkt: Es wurde schon vorgeschlagen, die ignorantesten dieser Zweifler bei einer Wiederaufnahme von Mondflügen als Strafe gewaltsam im Raumschiff mit zu führen und ihre Heldentat nach ihrer erwartungsgemäss glücklichen und stolzen Rückkehr in Frage zu stellen...

“In einer Zeit, in der die virtuelle Welt so grosse Bedeutung erlangt hat, widersteht das Original der falschen Vorstellung, alles sei künstlich und beliebig machbar. Es verteidigt die Würde der Realität.”

Othmar Keel, Altertumsforscher, Freiburg

“Die Leugner der Mondlandungen erinnern mich an die unangenehmsten meiner Landleute, welche oft einen Beweis meiner Invalidität fordern und jeweils bösartig reagieren, wenn ich ihn augenblicklich liefern kann”.

Ein amerikanischer Weltraumanalyst im Rollstuhl

 

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